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Die Trockenmittelmethode

Um Ware vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen, wird die "Trockenmittelmethode" angewandt. Dabei wird durch Zugabe von Trockenmittel in eine geschlossene Hülle (bzw. einen geschlossenen Raum) die Ware geschützt. Das Trockenmittel nimmt aus der Luft Feuchtigkeit auf und reduziert die relative Luftfeuchtigkeit bei richtiger Dimensionierung auf einen im Allgemeinen unbedenklichen Wert von ca. 40 % bei 20 ºC.

Wanderung der Feuchtigkeit

Die Luft speichert bei hohen Temperaturen wesentlich mehr Wasser als bei niedrigen Temperaturen. Bei der maximalen relativen Luftfeuchtigkeit von 100 % sind es bei 30 °C immerhin 30,4 g/m³, aber bei 5 °C nur 6,8 g/m³. Da die Feuchtigkeit nicht bei fallenden Temperaturen durch die Außenhülle verschwinden kann, lagert sie sich in der Ware oder den Packhilfsmitteln ab. Erwärmt sich die Ware nicht so schnell wie die Luft, entsteht sogar Kondenswasser an der Warenoberfläche.

Umgekehrt wandert bei steigenden Temperaturen die Feuchtigkeit aus der Ware bzw. den Packhilfsmitteln in die Luft. So kann z. B. beim Verpacken im Lager eine feuchte Holzpalette die ursprünglich niedrige relative Luftfeuchtigkeit von z. B. 30 % auf 80 % in der Hülle erhöhen. Heftige Temperaturschwankungen werden nicht nur beim Transport der Ware durch verschiedene Klimazonen verursacht. Allein der Unterschied zwischen einem Tag mit starker Sonneneinstrahlung und der folgenden Nacht können in Transportcontainern über 40 °C Differenz ausmachen. 

Wanderung der Feuchtigkeit aus der Luft in bzw. an die Ware, z. B. im Container auf Seereise

Die 4 Feuchtigkeitsarten

Für eine richtige Dimensionierung müssen alle „4 Feuchtigkeitsarten“ berücksichtigt werden. Es können in diesem geschlossenen System die Feuchtigkeitswerte entweder über Formeln genau berechnet oder über Erfahrungswerte geschätzt werden. Im Kapitel Dimensionierung ist die Vorgehensweise ausführlich beschrieben.

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