Modulbauteil wird von einem Kran auf ein Haus gehoben.

Feuchtigkeitsschutz in Modulbau-Produktion

Ein Produzent modularer Fertigbäder wandte sich an ThoMar, um Möglichkeiten zur Vorbeugung von Feuchtigkeitsschäden zu eruieren. Die aus Beton gefertigten Bäder werden im Werk mit Fliesen, sanitärer Einrichtung und allen Leitungsanschlüssen für die spätere Installation komplett bestückt. Die Zwischenlagerung im Werk vor Auslieferung und/oder vor Einbau der Module, z.B. in Seniorenheimen, auf der Baustelle kann je nach Projekt mehrere Wochen bis sogar Monate dauern. Dabei war es in der Vergangenheit zu Stockflecken oder sogar Schimmelbildung in den Bädern gekommen.

Rost und Stockflecken an Wand und Decke eines Modulbauteils

Bild: Feuchtigkeitsschäden an Wand und Decke der Betonmodule

Die ThoMar OHG bot nach mehreren Gesprächen und genauer Analyse der Situation an, gemeinsam mit dem Kunden einen Versuch mit insgesamt fünf mit Trockenmitteln auszustattenden Fertigbädern durchzuführen. Bei diesem Anwendungsfall lag die Herausforderung zum einen in den Produkteigenschaften des Betons (Feuchtigkeitsgehalt und -abgabe im Laufe der Zeit), zum anderen in den Temperaturschwankungen (begünstigen immer Kondensation in einem umschlossenen Raum), welche wiederum die Feuchtigkeitsabgabe des Betons während der Lagerung beeinflussten. Aufgrund der anspruchsvollen Bedingungen fiel die Wahl auf das Hochleistungstrockenmittel SeaDry in der Variante Blanket. Dieses wurde ursprünglich speziell für den wochenlangen Einsatz im Containertransport auf See entwickelt und kann entsprechend große Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen.

Zwei SeaDry Trockenmitteldecke liegen auf dem Boden eines Modulbauteils.

Bild: SeaDry Container-Trockenmittel werden in den Modulen platziert.

Die Auswertung nach dem gut zweimonatigen Testzeitraum (September bis November) zeigte ein Temperaturspektrum von minus 7 bis plus 38 Grad Celcius. Die drei pro Bad eingesetzten SeaDry Blankets nahmen durchschnittlich insgesamt ca. 9 Liter Wasser auf.

Wichtige Hinweise:

Der Einsatz von SeaDry-Produkten ist nur für die Reduzierung der Luftfeuchtigkeit in einer geschlossenen Umgebung geeignet und dient nicht der Aufnahme von Wasser, welches unkontrolliert, z.B. in Form von Regenwasser, von außen in den zu schützenden Raum eintritt. Der Raum ist bestmöglich abzudichten, und der Sättigungsgrad der Trockenmittel ist zu überwachen. Ohne diese Maßnahmen kann eine optimale Wirksamkeit der Trockenmittel und dadurch die Erreichung einer unkritischen relativen Luftfeuchtigkeit nicht garantiert werden.

Die Wirkungsdauer von SeaDry verkürzt sich in Zeiten starker Temperaturschwankungen in Verbindung mit einem feuchten Klima (frühere Sättigung – Austausch notwendig). Die Intervalle für Prüfung und Tausch der Trockenmittel können der folgenden Tabelle entnommen werden.

Jahreszeit Prüfintervall Tauschintervall
Frühling 4-6 Wochen spätestens nach 8 Wochen
Sommer 6-8 Wochen spätestens nach 9 Wochen
Herbst 4-5 Wochen spätestens nach 6 Wochen
Winter 3-4 Wochen spätestens nach 5 Wochen

Tabelle: Empfehlung speziell für Lagerung von Betonmodulen bei mitteleuropäischem Klima

 

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